Meine Famulatur – November 2020 bis April 2021 – Sandra Kockrow

Nach vier Jahren Pharmaziestudium bin ich in meine Heimat zurückgekehrt, um für ein halbes Jahr als Pharmazeutin im Praktikum in der Herz-Apotheke tätig zu sein. Mit der Coronapandemie habe ich dabei die wohl turbulenteste Zeit überhaupt erwischt. Langweilig wurde es daher nie. Von der Maskenabgabe bis zur Erklärung, wie man einen Corona-Selbsttest durchführt, habe ich alles miterlebt und werde wohl auch noch in vielen Jahren davon erzählen, hautnah bei der Umsetzung täglich neu erlassener Verordnungen dabei gewesen zu sein.

Zu Beginn meiner Praktikumszeit habe ich zunächst die allgemeinen Arbeitsabläufe in der Apotheke kennengelernt. Dabei habe ich im Warenlager mitgeholfen und beim Einräumen der Frei- und Sichtwahl die einzelnen Präparate der Apotheke kennengelernt. Auch wurde mir die Möglichkeit gegeben, mich mithilfe des Kassenprogramms zu den einzelnen Produkten zu belesen, um dieses Wissen dann später an den Kunden weiterzugeben.

Die folgende Einarbeitung im Handverkauf hat mir besonders gut gefallen. Ich wurde dabei nicht direkt ins kalte Wasser geworfen, sondern konnte mir zunächst bei verschiedenen Kolleginnen mit anhören, wie man ein Beratungsgespräch führt. Dabei habe ich viel Wissen mitgenommen und durfte dann mit der Zeit immer selbstständiger die Kunden bedienen, wobei ich bei Fragen stets einen Ansprechpartner hatte. Die Apotheke hat eine sehr hohe Kundenfrequenz und ein breites Spektrum an Arzneimitteln, weswegen ich in meinem Praktikum sehr viele verschiedene Produkte für die unterschiedlichsten Indikationen kennengelernt habe. Besonders auf dem Gebiet der Selbstmedikation fühle ich mich daher sehr gut auf mein Drittes Staatsexamen vorbereitet. Auch in die Bereiche der Pflegehilfsmittel und der Inkontinenzversorgung habe ich Einblicke erhalten.

Am meisten Spaß hat mir während des Praktikums die Kontrolle der Blister am Freitagnachmittag gemacht, die an zwei der von der Apotheke versorgten Heime geliefert werden. Mit Frau Soppa habe ich dann auch Stationsbegehungen in den einzelnen Heimen durchgeführt. Das war eine sehr nette Abwechslung zum Apothekenalltag und ich habe dabei sehr viele neue Eindrücke erhalten und einiges über die Heimversorgung lernen können.

Ich habe sehr gerne mit dem Team der Herz-Apotheke zusammengearbeitet und bin ihnen dankbar für dieses halbe Jahr.